Der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB) fordert die Politik erneut auf, die Kinderrechte endlich verfassungsrechtlich zu verankern. Damit würden alle bestehenden Gesetze auf den Prüfstand gestellt und die Position von Kindern und Jugendlichen endlich allumfänglich gestärkt.
Der Deutsche Kinderschutzbund fordert seit 2004 im "Aktionsbündnis für Kinderrechte" gemeinsam mit UNICEF und dem Deutschen Kinderhilfswerk sowie in Kooperation mit der Deutschen Liga für das Kind die Verankerung der Kinderrechte ins Grundgesetz. Konkret schlagen wir einen neuen Artikel 2a vor, der folgendermaßen aussehen könnte:


1) Jedes Kind hat das Recht auf Förderung seiner körperlichen und geistigen Fähigkeiten zur bestmöglichen Entfaltung seiner Persönlichkeit
2) Die staatliche Gemeinschaft achtet, schützt und fördert die Rechte des Kindes. Sie unterstützt die Eltern bei ihrem Erziehungsauftrag
3) Jedes Kind hat das Recht auf Beteiligung in Angelegenheiten, die es betreffen. Seine Meinung ist entsprechend seinem Alter und seiner Entwicklung in angemessener Weise zu berücksichtigen
4) Dem Kindeswohl kommt bei allem staatlichen Handeln, das die Rechte und Interessen von Kindern berührt, vorrangige Bedeutung zu.

Förderung, Beteiligung, Vorrang des Kindeswohls und Unterstützung der Eltern sollen so als staatliche Aufgabe festgezurrt werden.

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